Veranstaltungen2021-04-14T10:46:54+02:00

Veranstaltungen 2021

Bitte beachten Sie, dass Veranstaltungen bis auf Weiteres nur Online statt finden können.

Vortrag mit Alexander Hagelüken „Das Ende des Geldes, wie wir es kennen – Der Angriff auf Zinsen, Bargeld und Staatswährungen“ am Dienstag, 20. April 2021 um 19.30 Uhr Online

© Catharina Hess

Bargeld, Zinsen für Sparer, rein staatliche Währungen: Jahrhundertealte Gewissheiten des Geldes sind plötzlich passé. Wer spart, zahlt jetzt drauf. Münzen und Scheine verschwinden, bald auch durch Kryptowährungen, die staatlichem Geld Konkurrenz machen. Alexander Hagelüken zeigt, welche Kräfte diese Entwicklungen vorantreiben, wie die Abkehr vom gewohnten Geldverkehr durch die Corona-Pandemie weltweit forciert wird und worauf wir uns in naher Zukunft einstellen müssen.
Ein Weckruf für alle, denen ihr Geld etwas bedeutet. Läden ohne Kasse, in denen man per Gesichtserkennung bezahlt. Konten, auf denen Nullzinsen das Ersparte schrumpfen lassen. Globale Konzerne wie Facebook, Amazon oder Alibaba, die intime Daten absaugen oder eigene Währungen starten, mit denen man Geld verliert:
Was nach einer Albtraumwelt klingt, wird allmählich Wirklichkeit. Auf der Grundlage von Daten aus vielen Ländern und Gesprächen mit internationalen Fachleuten deckt Hagelüken auf, wie radikal sich der Charakter des Geldes ändert. Er entlarvt Mythen über die Aktionen der Zentralbanken, zeigt die Gefahr neuer Finanzkrisen und schildert, wie Digitalkonzerne zunehmend Macht über unser Leben gewinnen. Was muss die Politik tun, um das Schlimmste zu verhindern? Und vor allem: Wie kann sich jeder Einzelne vor schleichender Enteignung und Überwachung schützen?
Alexander Hagelüken ist als Leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung für Wirtschaftspolitik zuständig. Zuvor war er Leiter des Geldteils der SZ, Europakorrespondent in Brüssel, Parlamentskorrespondent in Bonn und Berlin. Für seine journalistische Arbeit wurde er vielfach mit Preisen ausgezeichnet.
Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung (in jedem Fall erforderlich!) zwischen „Präsenz“ und „Online“. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Eine Kooperation der Vhs und Gemeindebibliothek
Gebühr: 7,00 €

Vortrag mit Lilly Maier „Auf Wiedersehen, Kinder! Das abenteuerliche Leben des revolutionären Sozialisten und Reformpädagogen Ernst Papanek“ am Donnerstag, 22. April 2021 um 19.30 Uhr Online

©-Aslan-Tsetskhladze

Der junge Wiener Ernst Papanek ist Vollblut-Sozialist, leidenschaftlicher Pädagoge und unerschütterlicher Optimist. Obwohl er nach dem Februaraufstand 1934 nur knapp den Schergen des Dollfuß-Regimes ins Exil entkommt, ändert das nichts an seinem politischen und sozialen Engagement. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges leitet er vier Kinderheime in Montmorency bei Paris für 283 jüdische Flüchtlingskinder aus Deutschland und Österreich. In wenigen Monaten gelingt es ihm, ein beeindruckendes pädagogisches System aufzubauen, das für seine Zeit geradezu revolutionär ist. Er kann die Kinder später in die USA holen und vor dem Holocaust bewahren.
In einem Brief an seine ehemaligen Schützlinge wird Ernst Papanek 1965 schreiben: „Trotz Nationalsozialismus und grausamer Diktatur haben wir nie aufgegeben, an die Menschlichkeit zu glauben.“
Bis heute können wir von seinen für die damalige Zeit ungewöhnlichen und revolutionären Methoden im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen lernen.
Lilly Maiers große Biografie gibt dem heute beinahe Vergessenen seinen rechtmäßigen Platz in der Geschichte zurück.
Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung (in jedem Fall erforderlich!) zwischen „Präsenz“ und „Online“. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Eine Kooperation der Vhs und Gemeindebibliothek
Gebühr: 7,00 €

LIVESTREAM: Die Poetry-Show „Dichter ran ans Wort“ am Freitag, 23. April 2021 live auf dem YouTube-Kanal der Volkshochschule im Norden des Landkreises München e.V

©Pierre Jarawan

Die Poetry-Show „Dichter ran ans Wort“ vereint poetische Wortklauberei, erlogene Geschichten, lyrische Wahrheiten und erlesenes Liedgut. Zu diesem Zweck empfangen die Autoren Meike Harms (bayerische Meisterin im Poetry Slam 2014, Münchner Stadtmeisterin 2019) und Markus Berg (Preisträger „Ismaning dichtet“) zwei weitere Poeten und einen musikalischen Gast: Der wohl poetischste deutsche Liedermacher Stefan Noelle, die Poetry Slam Legende Frank Klötgen und der erfolgreiche Spoken Word Künstler Johannes Lenz.
Gemeinsam präsentieren sie Texte und Lieder zum Genießen, Schmunzeln, Nachdenken, Schenkelklopfen oder Weinen. Die abwechslungsreiche Literaturshow wirft Poesie vom Bühnenrand direkt ins Publikum. Dichter kommen Sie selten ran ans Wort.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Gemeindebibliothek Ismaning und vhs im Norden des Landkreises München e.V..
Die Veranstaltung wird als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung (in jedem Fall erforderlich!) „Online“. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung. Keine Gebühr

Vortrag mit Dr. Werner Bartens „Lob der langen Liebe. Wie sie gelingt und warum sie unersetzbar ist“ am Mittwoch, 19. Mai 2021 um 19.30 Uhr in der Blackbox des Kultur- und Bildungszentrums Seidl-Mühle

©Stefan Hobmaier

Eine Fülle von Ratgebern kümmert sich um frisch verliebte Paare. Aber was ist mit denen, die schon länger oder richtig lang zusammen sind? Eine längere Beziehung wirft immer – egal, ob die Partner in ihren Dreißigern, Vierzigern oder Fünfzigern sind – grundsätzliche Fragen auf. Rund zwei Drittel aller Paare fühlen sich in ihrer Beziehung unsicher, sie beschäftigen sich – offen oder insgeheim – mit der Frage, ob sie so weiterleben möchten. Aber wer eine langjährige Beziehung aufgibt, so erklärt der Arzt und Bestsellerautor Werner Bartens, gibt einen Schatz an Gemeinsamkeiten, Erfahrungen und Vertrautheit auf, den das Paar in Jahren gesammelt hat. Und gesünder lebt man zu zweit sowieso, wie die Forschung weiß, außerdem glücklicher und, anders als der überzeugte Single vielleicht meint: mit wesentlich mehr Sex. Doch eine lange Beziehung stellt auch Anforderungen: Werner Bartens erklärt, worauf es in einer richtigen Partnerschaft ankommt, ganz egal, wie alt man ist. Ohne Schmetterlinge im Bauch geht’s auch: sogar besser, sagt Bartens, denn Sie werden sich in Ihrer langen Beziehung so glücklich fühlen, wie Sie am Anfang gerne gewesen wären.
Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung (in jedem Fall erforderlich!) zwischen „Präsenz“ und „Online“. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Eine Kooperation der Vhs und Gemeindebibliothek
Gebühr: 7,00 €

Vortrag von Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher „Null, unendlich und die wilde 13 – Die wichtigsten Zahlen und ihre Geschichten“ am Donnerstag, 20.05.21, 19.30 Uhr in der VHS Unterföhring

©Rolf K. Wegst

Vor mehr als 20.000 Jahren aus praktischen Gründen erfunden, haben Zahlen für viele etwas Magisches; von Anfang an spielen sie eine zentrale Rolle für das Verständnis unseres Lebens und der Wirklichkeit. Der bekannte Mathematiker und Gründungsdirektor des Gießener Mathematikums Albrecht Beutelspacher erzählt die spannendsten Geschichten rund um die wichtigsten Zahlen.
Über 30 Prozent aller Zahlen beginnen mit 1, und so steht auch die Zahl, mit der das Zählen beginnt, am Ausgangspunkt dieser kurzweiligen Reise durch die Welt der Zahlen. Mit der 2 zerfällt die Welt in zwei Teile, in der 3 wächst sie wieder zusammen. Die 4 ist die Zahl der Orientierung, die 5 die Zahl der Natur und mit der 6 kommt endlich Ordnung in die Welt. Die 7 Weisen waren eigentlich 22, und dafür, dass die Woche ausgerechnet 7 Tage hat, gibt es keine rationalen Gründe. Die 0 hat lange Zeit gefehlt und war, als sie vor 2000 Jahren in Indien erfunden wurde, längst überfällig. Wäre es nach der Französischen Revolution gegangen, hätte ein Tag heute 10 Stunden mit jeweils 100 Minuten, von denen jede aus 100 Sekunden besteht. Die wilde 13 zerstört die perfekte innere Balance der 12 – muss sie aber deshalb gleich Unglück bringen? Die 5 607 249 ist die größte Zahl, auf die je ein Mensch gezählt hat, aber nicht die größte im neuen Buch von Albrecht Beutelspacher.

Albrecht Beutelspacher, Deutschlands populärster Mathematiker (Die Welt), studierte Mathematik, Physik und Philosophie. Er ist Professor an der Universität Gießen, verfasste Lehr- und Sachbücher. Außerdem ist er Kolumnist bei „Bild der Wissenschaft“ und moderiert auf BR-alpha die Sendung „Mathematik zum Anfassen“.
In Kooperation mit der Gemeindebibliothek Ismaning. Schüler/-innen haben freien Eintritt.
Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung (in jedem Fall erforderlich!) zwischen „Präsenz“ und „Online“. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Vortrag mit Prof. Dr. Oliver Bendel „Roboterliebe und Maschinenethik – Neue Fragen zu sozialen Robotern und anderen autonomen Maschinen“ am Donnerstag, 24. Juni 2021 um 19.30 Uhr in der Blackbox des Kultur- und Bildungszentrums Seidl-Mühle

Die technische Entwicklung bei autonomen oder teilautonomen Maschinen geht rasant voran. Mit ihr stellen sich ganz neue Fragen: Soll ein autonom fahrendes Auto moralische Entscheidungen treffen können, bspw. ob es im Falle einer unvermeidlichen Kollision eher die alte Frau oder das spielende Kind überfährt? Darf ein Pflegeroboter Sterbehilfe leisten? Sollten autonome Kampfroboter sich an Regeln halten? Müssen Sexroboter davor warnen, sich in sie zu verlieben? Sollten Roboter überhaupt menschenähnlich nachgebildet sein? Sich anfühlen wie ein Mensch? Eine Stimme haben wie ein Mensch? Können sie wirkliche Menschen ersetzen, Freund oder Freundin sein oder das zumindest simulieren? Wie verändern diese Maschinen unser soziales Leben, unser Leben im Alter beispielsweise oder unser Liebesleben? Soll man also Maschinen Moral beibringen? Wann macht das Sinn? Wie kann man das leisten? Wo stehen wir aktuell bei der Entwicklung sozialer Roboter? Was kommt in den nächsten Jahren auf uns zu? Und warum beschäftigen sich gerade Philosophen mit dem Bau autonomer oder teilautonomer Maschinen?
Prof. Dr. Oliver Bendel promovierte an der Universität St. Gallen. Er ist Dozent für Wirtschaftsinformatik, Informationsethik und Maschinenethik und forscht in Informations-, Maschinen- und Roboterethik. Zuletzt erschienen sind die Bücher „Pflegeroboter“, „Handbuch Maschinenethik“ und „Maschinenliebe – Liebespuppen und Sexroboter aus technischer, psychologischer und philosophischer Perspektive“.

Die Veranstaltung findet online statt. Wenn Sie sich angemeldet haben, erhalten Sie von uns eine E-Mail mit einem Link, den Sie bitte vor der Sitzung anklicken. Anmeldung erforderlich.

Eine Kooperation der Vhs und Gemeindebibliothek
Gebühr: 7,00 €

Vortrag mit Prof. Dr. Hedwig Richter „Demokratie – Eine deutsche Affäre“ am Donnerstag, 22. Juli 2021 um 19.30 Uhr in der Blackbox des Kultur- und Bildungszentrums Seidl-Mühle

©HamburgerInstitutfuerSozialforschung

Dass alle Menschen – wirklich alle! – gleich sein sollen, galt die längste Zeit als absurd. Die Historikerin Hedwig Richter erzählt, wie diese revolutionäre Idee aufkam, allmählich Wurzeln schlug, auch in Deutschland, und gerade hier so radikal verworfen und so selbstverständlich wieder zur Norm wurde wie nirgends sonst. Wer heute Angst vor dem Untergang der Demokratie hat, der lese dieses wunderbar leicht geschriebene, optimistische Buch, das uns zeigt, dass Demokratie auch von der Krise lebt, weil sie ein offenes und utopisches Projekt ist.
Politikverdrossenheit und geringe Wahlbeteiligungen lassen die Alarmglocken schrillen: Demokratie in der Krise! Doch von Anfang an bedurfte es besonderer Anstrengungen – von Alkohol über Geld bis zum staatlichen Zwang -, um Menschen zur Wahl zu bewegen. Ein besserer Gradmesser für die Demokratisierung ist daher der Umgang mit dem menschlichen Körper: die Abschaffung von Leibeigenschaft und Prügelstrafen, der steigende Wohlstand, die Humanisierung der Arbeit, die gleiche Behandlung der Geschlechter. Hedwig Richter erzählt die Geschichte der Demokratie als eine Chronologie von Fehlern, Zufällen und Lernprozessen, in deren Zentrum der Zivilisationsbruch des Holocaust steckt. Ihr anschauliches, erfrischend thesenstarkes Buch konzentriert sich auf Deutschland, weil gerade an der deutschen Affäre mit der Demokratie deutlich wird, wie international verflochten die Wege zu Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind.
Hedwig Richter hat 2020 den renommierten Anna Krüger Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin für die besonders verständliche und schöne Sprache in ihren wissenschaftlichen Bücher gewonnen. Sie ist nominiert für den Bayerischen Buchpreis 2020 in der Kategorie Sachbuch und steht auf der Longlist für den NDR Kultur Sachbuchpreis 2020.
Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung (in jedem Fall erforderlich!) zwischen „Präsenz“ und „Online“. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Eine Kooperation der Vhs und Gemeindebibliothek
Gebühr: 7,00 €

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